Die Wahrheit liegt im Blut – Zink

Für unsere Gesundheit sind die Spurenelemente unverzichtbar. Eines der wichtigsten Elemente ist Zink.

Zink ist ein Co-Enzym und ohne Zink keine ordentliche Synthese von Hormonen und Neurotransmittern wie z.B. Serotonin. Es ist also erforderlich, für ca. 300 Enzyme des Zellstoffwechsels und selbst in vielen Enzymen und Hormonen vorhanden. Es ist notwendig für die Eiweißsynthese, für das Wachstum, für das Immunsystem, für eine gesunde Haut, für den Insulinstoffwechsel und für die Geschlechtshormone, insbesondere das Testosteron.

Die Immunzellen unseres Körpers brauchen Zink. Darum ist eine genügend hohe Zinkaufnahme zur Stärkung der Abwehrkräfte notwendig. Es besitzt außerdem eine antivirale Wirkung und verbessert zusätzlich die Struktur der Schleimhut, weil dann das Anheften und Eindringen von Viren erschwert wird. Daher kommt auch seine Fähigkeit, die Dauer von Erkältungen zu verkürzen. Außerdem wirkt Zink antioxidativ, wirkt also freien Radikalen entgegen.

Wenn Menschen über Haarausfall klagen, über rissige und trockene Haut, brüchige Fingernägel, Wundheilungsstörungen und Hautprobleme, ist oft Zinkmangel die Ursache. Das gleiche gilt für ein schwaches Immunsystem, häufige Infekte und bei Männern eine schlechte Spermienqualität.

Ein guter Orthomolekular-Mediziner wird in so einem Fall den Zinkspiegel messen. Der Hausarzt macht das in der Regel nicht. Er verordnet Antibiotika bei Infekten und eine Salbe, für eine Haut mit Problemen. Dabei wäre es sehr einfach, beim Blutbild den Zinkspiegel zu messen. Die Kosten, ca. 14 € muss man selbst bezahlen.

Der Normalwert für die Zinkkonzentration im Blut beträgt
für Erwachsene 70-120 µg/dl (bzw. 6,7-18,4 µmol/Liter)
für Neugeborene 60-90 mg/dl (bzw. 9,2-13,8 mmol/Liter)

Und auch hier stellt sich die Frage, woran orientiere ich mich? Am Normalwert von 6,7 oder an der Obergrenze von 18,4?

Wetten, dass es der Person mit dem Wert von 18,7 wesentlich besser geht, als der mit 7. Darum macht nur messen schlau und wann immer jemand an einem dieser genannten Probleme leidet, sollte man sich diese Messung wert sein.

Die entzündungshemmende Eigenschaft des Zinks hilft bei zahlreichen Hauterkrankungen wie Akne, Schuppenflechte und Neurodermitis. Aber es ist auch wichtig bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut, z.B. Gastritis, aber auch bei Autoimmunprozessen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa und anderen Malabsorbationsstörungen.

Zink hilft auch bei der Entgiftung des Körpers. Menschen im fortgeschrittenen Alter weisen sehr oft niedrige Zinkwerte auf, insbesondere Alzheimer- und Parkinsonpatienten. Hinzu kommt, dass viele Medikamente, die mit zunehmendem Alter gegeben werden, den Zinkspiegel senken.

Dazu gehören die Blutdrucksenker, Cortison, Cholesterinsenker, Antibiotika, Entwässerungspräparate, Immunsuppressiva und auch die Anti-Baby-Pille. Das bedeutet, dass es dann den Menschen mit der Zeit noch schlechter geht, weil der Zinkspiegel allmählich mehr und mehr absinkt. Auch Alkohol erhöht neben der Ausscheidung von Magnesium auch die Ausscheidung von Zink. Ein Infekt leert den Zinkspeicher innerhalb von 1-2 Tagen.

Und jetzt denke ich immer an die Frage, die man mir regelmäßig stellt: „Wie lange muss ich das nehmen?“ Wie lange muss man Blutdrucksenker, Betablocker und Immunsuppressiva nehmen? Zumindest so lange, bis der Zinkspiegel an der Obergrenze angelangt ist. Der einzige Unterschied: Zinkpräparate muss man selbst bezahlen, Blutdrucksenker bezahlt die Solidargemeinschaft. Aber, nur messen macht schlau, ansonsten stochert man im Nebel.

Da Zink hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt und auch dort für unseren Organismus am besten bioverfügbar ist, kommt es bei einer fleischarmen Ernährung oft zwangsläufig zu niedrigen Zinkspiegeln. Bei den gängigen, am Markt vorhandenen Zinkpräparaten gibt es gute (gut bioverfügbar) dazu gehört Zink-Orotat und Zink-Gluconat. Es gibt aber auch Müll, z.B. Zinkoxyd, das einem spätestens 15 Minuten nach der Einnahme den Magen umdreht.

Und wer jetzt bis hierher gelesen hat, dem sollte klar sein, dass man selbst die Verantwortung für die Gesundheit des Körpers trägt und entsprechend handeln.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine therapeutische Empfehlung und spiegelt nur meine private Meinung wieder.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Die Wahrheit liegt im Blut – Zink

  1. Angelika Steimle sagt:

    Hier die News v. 17.12.2017 als Ergänzung: https://www.strunz.com/de/news/zinkspeicher-prostata.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.